Wer seine Gefühle managt,...

Der Themenschwerpunkt der Herbst-Ausgabe des Fachblatts "Wirtschaftspsychologie aktuell" trägt den Titel "Gefühle managen". Einige Schwerpunktthemen lauten:

"Wie Manager Gefühle beeinflussen"

"Gefühle verstehen, aber nicht mitleiden"

"Regeln für die Emotionsarbeit von Mitarbeitern"

"Freundschaften am Arbeitsplatz belasten"

"Stress in der Beziehung behindert die Arbeit" ("Wer Zoff zu Hause hat, arbeitet kürzer. Er braucht mehr Zeit, um die Wogen mit dem Partner wieder zu glätten.").

Zum letztgenannten Thema hätte Loriot verblüfft geäußert: "Ach was!"

Was lehrt uns das alles, ohne auch nur einen Artikel aus dem Heft gelesen zu haben (dies sei eingeräumt)? Zunächst einmal dieses, dass es nur konsequent ist, nun auch noch unsere oder die Gefühle Anderer zu managen, nachdem ja heute geradewegs alles gemanagt wird. Selbst Hausmeister sind inzwischen Housekeeping oder Facility Manager.

Zweitens, dass man vielleicht noch lieber einen Beitrag darüber lesen würde, wie Gefühle Manager beeinflussen (statt umgekehrt). Und warum man nicht auch mal mitleiden sollte mit emotional bewegten Mitarbeitern, statt ihre Gefühle bloß zu verstehen, ist auch noch so eine Frage.