Dicker Hals und kalte Füße (Publizistik-Preis 2012 der Stiftung Gesundheit)

Er hat nicht Medizin studiert, plappert munter drauf los, haut manchmal daneben, liegt aber erstaunlich oft richtig: der Volksmund. Tag für Tag wagt er Urteile, die Ärzte erst nach gründlicher Untersuchung fällen würden.

Klar ist: Wird die Seele missachtet, leidet der Körper. Darüber legt die Alltagssprache seit Jahr und Tag beredtes Zeugnis ab: Wenn uns etwas unter die Haut oder an die Nieren geht, die Sprache verschlägt oder uns das Herz in die Hose rutscht – hinter solchen Metaphern verbergen sich erstaunlich oft physiologische Vorgänge.

Wo der Volksmund Recht hat und wo er irrt, das ergründe ich in meinem unterhaltsamen Buch "Dicker Hals und kalte Füße" (im März 2013 aktualisiert als Taschenbuch bei Goldmann erschienen) am Beispiel zahlreicher Redensarten - unterstützt von etlichen, eigens befragten Medizinern, Psychologen und anderen Fachleuten. Die gemeinnützige Stiftung Gesundheit in Hamburg hat mir dafür ihren Publizistik-Preis 2012 verliehen.