Das Grinsen des Haifischs

Hamburg, Mitte der 90er Jahre. Ein neues Nachrichten-Magazin soll entstehen - ein Renner an sämtlichen Kiosken, eine ordentlich melkbare Geldkuh. Nun gut, das passiert öfter.
Dumm nur, dass der Georg-Farmer-Verlag keine Ahnung hat, wie so etwas gehen soll, bringt er doch für gewöhnlich eher Hefte wie "Bumsi", "Flottes für Dich" und "Mach´s dir selber" heraus. Schlimmer noch: Auch die beiden engagierten Chefredakteure blicken das Ganze nicht - vielmehr hofft jeder der beiden, dass sein Kollege mehr kann, als sich hübsche neue Teppiche fürs Büro zu bestellen oder den Redakteuren immer wieder aufmunternd auf die Schulter zu klopfen. Und dann ist da auch noch die mächtige Konkurrenz vom Blömer+Kross Verlag, die dem immer verzweifelteren Verleger Farmer zusätzlich Knüppel zwischen die Beine wirft. Und der hat es doch schon schwer genug mit seiner Frau Beate, der es zu langweilig ist, ständig nur auf einem aufblasbaren Sessel im Swimming-Pool zu treiben und das Geld ihres Mannes auszugeben. Aber Farmer gibt nicht auf. Eine Mediensatire.