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Schulkinder müssen ausschlafen können

Deutschlands Schüler wären besser in der Schule, wenn sie ausreichend Schlaf bekämen. Entgegen landläufiger Meinung geht das bei Pubertierenden nicht, indem sie früher zu Bett gehen. Schlafmediziner fordern deshalb seit langem einen späteren Schulbeginn. Eine neue Studie zeigt zudem: Schon von zwanzig Minuten mehr Schlummer würden viele Jugendliche profitieren –  wie auch der Unterricht.

[29. Januar 2013]

 

Rutschendes Risiko

Dachlawinen sind gefährlich. Schneebretter von oben können mehrere Tonnen wiegen und Fußgänger ernsthaft verletzen oder Autos plattdrücken. Vielerorts müssen Hauseigner Vorkehrungen treffen oder Passanten und Autofahrer warnen. Doch die Rechtslage ist schwer überschaubar.

[22, Januar 2013]

 

Überwintern auf Sparflamme

Die Natur hat sich für Tiere pfiffige Tricks einfallen lassen, um sie winters überleben zu lassen. Winterschlaf und Winterruhe sind nur zwei davon: Säuger sparen damit eine Menge Energie. Übrigens auch in den Tropen.

[16.Januar 2013]

Befundlos krank – doch weiter leidend

Ungefähr jeder dritte Patient, der seinen Hausarzt um Rat wegen körperlicher Beschwerden aufsucht, gilt am Ende als „krank ohne Befund“ – oft nach langwierigen, teuren und sinnlosen Untersuchungen. Doch die Kopfschmerzen, Schlafprobleme oder Herzrhythmus-Störungen können dadurch gar nicht verschwinden, da sie psychische Ursachen haben. Nun macht ein Spezialist für das Zusammenwirken von Körper und Seele seinem Ärger über unsachgemäße Diagnosen und falsche Therapien in einem engagierten Buch Luft.

[15. Januar 2013]

Christbaum-Klone von der Stange

Schluss mit schiefen oder hutzeligen Tannen oder Fichten: Forscher haben einen Weg gefunden, den idealen Weihnachtsbaum aufwachsen zu lassen. Auch Farbwünsche sollen befriedigt werden. 

[20. Dezember 2012]

 

Oft erwünscht, nur manchmal gefährlich

In der Natur herrscht ständiges Kommen und Gehen. Tiere und Pflanzen dehnen ihr Verbreitungsgebiet aus oder kehren als willkommene Neubürger in alte Lebensräume zurück, manchmal auch mit menschlicher Hilfe. Allerdings haben sich auch über 800 gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten in Deutschland etabliert – vom Menschen achtlos eingeschleppt oder gezielt eingeführt und illegal ausgesetzt. Fachleute halten die meisten von ihnen für unproblematisch, einige aber sind gefährlich.

[11. Dezember 2012]

Schenken – aber wie?

So einfach ist es leider nicht, wenn an Weihnachten mal wieder zig Millionen Präsente überreicht werden. Geschenke können auch danebengehen. Warum eigentlich? Und wie lässt sich das vermeiden?

[21. November 2012]

Lachen ist tatsächlich Medizin

Wer entspannt ist, hat gut lachen. Doch auch das Gegenteil ist wahr: Lachen entspannt. Und wie eine neue Studie nachweisen konnte, gilt das sogar für aufgesetztes Lächeln. Das kommt zwar nicht von Herzen, kann ihm aber helfen. Es lindert Stress und beruhigt. Echtes Lächeln sogar noch etwas mehr.

[19. November 2012]

Knick in der Optik

Wenn wir jemanden einfach nicht mehr sehen können, sind wir zum Glück nicht blind. Aber unsere Wahrnehmung hat sich verändert – wie auch dann, wenn unser Blick einen Menschen verklärt und scheinbar durchsichtig macht.

[17. September 2012]

Zwei Quadratmeter Gefühl

Mit keinem anderen Organ treten wir so intensiv und unmittelbar in Kontakt zur Außenwelt wie mit unserer äußeren Hülle. Eng verwandt mit dem Hirn, ist sie ein Spiegel der Seele und drückt diverse Leiden und Emotionen aus.

[11. September 2012]

Seelchen im Gesicht

Die von unserer Nase gesammelten Sinneseindrucke machen uns beim Erschnuppern eines Wohlgeruchs nicht nur Appetit auf leckeres Essen. Sie werden zusammen mit Erlebnissen im Hirn abgespeichert und beeinflussen teilweise lebenslang unser Verhalten.

[27. August 2012]

 

Weshalb unsere Kultur uns Beine macht

Wie schnell Fußgänger unterwegs sind, hängt nicht nur von ihren Plänen, ihrem Alter und ihrer Gesundheit ab. Es gibt auch kulturelle Unterschiede und selbst solche innerhalb eines Landes.

[15.August 2012]

 

Mal völlig blank, mal stark wie Drahtseile

Über die Nerven, sozusagen die Steuerungskabel in unserem Körper, hat der Volksmund kuriose Ansichten entwickelt. Nicht alle davon sind an den Haaren herbeigezogen; manchmal stimmen sie sogar auf frappierende Weise.

[20. Juli 2012]

Salbe für den wunden Punkt

Wenn uns jemand „zutiefst verletzt“, trifft er unsere empfindlichste Stelle. Sie zu heilen oder auch nur besser mit ihr umzugehen, ist nicht einfach, doch machtlos sind wir nicht. Es bedarf dazu vor allem des Mutes, genau hinzuschauen. Und nicht selten verbirgt sich hinter unserer größten Schwäche auch ein Pfund, mit dem sich wuchern lässt.

[13. Juli 2012]

Mehr Wildnis wagen

Das Bundesamt für Naturschutz wirbt für zusätzliche Nationalparke, um mehr Wildwuchs zu ermöglichen – nämlich auf zwei Prozent der Bundesfläche bis zum Jahr 2020. Dazu hat sich Deutschland 2007 verpflichtet. Doch erst ein Viertel der nötigen Flächen erfüllen mehr oder minder die Bedingungen.

[12. Juli 2012]

Wenn Spinner in Sack und Asche gehen

Redensarten über Kleidung und Stoffe verraten nicht nur viel über unsere Kulturgeschichte; Fachleute gewinnen daraus auch Einsichten über unser Denken beim Sprechen und Verstehen von Unanschaulichem.

[21. Juni 2012]

Mit Zuversicht altern – der Versuch lohnt

Menschen, die ihr späteres Altsein optimistisch erwarten, bleiben länger gesund und selbstständig. Die Macht der eigenen Vorstellungskraft kann kleine, erklärbare Wunder wirken. Doch nicht selten muss der innere Schweinehund neu dressiert werden – bisweilen mit kundiger Hilfe. Das Deutsche Zentrum für Altersfragen will 400 Menschen jenseits der 65 dabei helfen, ihre Sicht aufs Altern zu verändern.

[9. Mai 2012]

Kriechende Schmetterlinge des Meeres

Mit raffinierten Tricks versuchen die farbenfrohen Hinterkiemer-Schnecken möglichst lange zu überleben: Etliche der Ozean-Bewohner verleiben sich die giftigen Nesselzellen ihrer Beute ein und nutzen sie dann selbst zur Abwehr, andere machen verspeistes Gift noch giftiger, und einige schöpfen sogar Kraft aus dem Licht der Sonne.

[4. Mai 2012]

Bittere Konkurrenz für den Siebenpunkt

Der seit einigen Jahren in Europa massenhaft auftretende Asiatische Marienkäfer hat es in sich: Sein Käferblut wirkt tausendmal so stark gegen Krankheitserreger wie der Körpersaft des bekanntesten heimischen Marienkäfers. Das könnte seine Überlegenheit wenigstens zum Teil erklären. Blattläuse vertilgt immerhin auch er sehr gerne, doch kann er den Wein vergällen, wenn er nach der Traubenlese in den Most gelangt.

[25. April 2012]

 

Todeskugel für den bösen Wolf

Der erst im Frühjahr gesichtete Wolf im Westerwald – von Naturschützern wie auch von vielen Jägern willkommen geheißen – ist erschossen worden. War es Absicht oder ein tragische Verwechslung? Jedenfalls könnten die offenbar sehr anpassungsfähigen Wölfe nahezu überall in Deutschland zurechtkommen – wenn man sie denn nur ließe. Das aber ist genau das Problem.

[24. April 2012]