Artikel

Botanik / Zeigerpflanzen: Verräterisches Grünzeug

Botanik / Zeigerpflanzen: Spezielle Kräuter, Bäume und andere Gewächse gelten als gute Zeigerpflanzen. Sie verraten viel über die Art und die Fruchtbarkeit des Bodens, aber auch über das Klima und die Tierwelt in ihrem Umfeld. Man muss die Zeichen nur zu deuten wissen, ganz beiläufig auf Wanderungen oder beim Sonntagsspaziergang.

[18. September 2013]

Wandern, seelisch betrachtet

Sonnige Herbsttage sind die beste Zeit zum beherzten Stiefeln über Stock und Stein. Dabei folgen Wanderer nicht nur geplanten Routen, sondern auch vererbten Routinen, derer sie sich nur selten bewusst sind.

[11. September 2013]

Vom Winde verweht

Altweibersommer – das ist auch die Zeit der Spinnendrift an seidigen Fäden. Doch sind hier weder Zwerge, noch Elfen und schon gar nicht die Jungfrau Maria am Werk, wie früher geglaubt wurde. Es sind nur Jung- und Kleinspinnen, die neuen Lebensraum und sichere Winterquartiere suchen.

[9. September 2013]

Junge, komm bald wieder ...

Wölfe heulen unter anderem, um Kontakt zu einem verschwundenen Rudelmitglied zu halten, und zwar umso lauter, je wichtiger das vermisste Tier ist oder je näher sie ihm stehen. Sie können ihr Geheul also flexibel regulieren, ohne dabei nur von Stresshormonen gesteuert zu werden.

[23. August 2013]

 

Brand in der Kehle und Salz im Blut

Wenn wir Durst bekommen, suchen wir nach Wasser – umso dringlicher, desto stärker wir geschwitzt oder je mehr Kochsalz wir verzehrt haben. Unsere Niere muss dann zusehen, wie sie mit diesem früheren Mangelstoff zurande kommt. Bei Gesunden klappt das in der Regel prima, doch für viele Menschen birgt Salzkonsum Risiken.

[8. August 2013]

Aufrecht im Kreuzgang

Warum schwingt beim Gehen immer der rechte Arm mit dem linken Bein nach vorne? Wir könnten doch auch anders laufen. Stimmt, aber das sähe ganz schön dämlich aus, halt wie ein Kamel. Bewegungsforscher wissen auch, warum der Passgang für Zweibeiner nichts ist.

[25.7.2013]

Einfach umwerfend

Im Sommer spüren es Badende an den Stränden der Welt am eigenen Leib: Wellen treffen mir Urgewalt auf die Küste – beileibe nicht nur Tsunamis. Die Höhe der Wogen hängt ab von der Wassertiefe und der Küstenform.

[12.7.2013]

Wehe uns, wenn die Meere schwellen ...

Der Klimawandel lässt nicht nur den Meeresspiegel steigen, schlimmstenfalls katastrophal, sondern bedroht auch Europas Warmwasserheizung. Selbst die zunehmenden Niederschläge über dem nördlichen Eurasien nehmen buchstäblich Einfluss aufs Geschehen, indem die Flüsse immer mehr Süßwasser ins Nordpolarmeer schütten.

[2. Juli 2013]

Mit Mooren und Auen dem Klimawandel begegnen

Wenn sich das Klima wandelt, verändert sich auch die Natur. Wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten breiten sich aus, und wer es kühler oder gar frostig mag, hat zunehmend das Nachsehen. Um den Klimawandel zu bremsen, fordern Naturschützer vor allem den Schutz verbliebener Moore und Flussauen und werben für beherzteren Biotopschutz, damit Tiere und Pflanzen auf höhere Temperaturen flexibler reagieren können.

[26.Juni 2013]

Feuerrote Giftköche

Wanzen haben zu Unrecht einen üblen Ruf. Dabei sind viele von ihnen sehr hübsch – so zum Beispiel die Ritterwanze, die einige schwer zu unterscheidende Beinahe-Doppelgänger hat. Indem sie sich beim Fressen die Giftstoffe ihrer Lieblingspflanzen einverleibt oder sie umwandelt, wird sie selber für Fressfeinde ungenießbar.

[21. Mai 2013]

Auf Körnersuche ohne Augenlicht

Eine alte Weisheit behauptet, selbst ein blindes Huhn finde bisweilen ein Korn. Dazu müssen die Federtiere jedoch erst einmal ihre Sehkraft verlieren, und dahin führen verschiedene Wege. Auf Körner sind Hühner allerdings nicht unbedingt angewiesen. Schon um ihren Eiweißbedarf zu decken, verschmähen sie nämlich – ob blind oder sehend – weder Würmer noch Insekten.

[16. Mai 2013]

Längeres Leben im Dachgeschoss

Wer die höchsten Stockwerke im Haus bewohnt, wird mit einem gesünderen  und längeren Leben belohnt. Nur hinunterstürzen darf er sich nicht.

[14. Mai 2013]

Mehr Klarsicht beim Wetter

Heiter bis wolkig, Luftfeuchte und Regenwahrscheinlichkeit: Wettermeldungen stecken voller meteorologischer Begriffe, die verständlich klingen, aber nur selten richtig verstanden werden. Der Wortnebel darf sich ruhig ein wenig lichten. Übrigens ist Wasserdampf unsichtbar und Regen kein „Risiko“!

[10. Mai 2013]

Lecker – und machen nicht dick

Jetzt ist wieder Erdbeer-Zeit. Zwar essen wir mehr Äpfel, Bananen und Orangen. Doch kaum eine Obstsorte ist so beliebt wie die kalorienarme, aromatische und gesunde Frucht, die eigentlich gar keine ist – und die ohne osteuropäische Hilfe kaum in dieser Menge und zu diesem Preis auf unseren Tischen landen würde.

[30. April 2013]

Leidiges Üben zu Hause

Während Eltern mit ihren Kindern immer wieder darüber diskutieren, wann am Tag die beste Zeit für Hausaufgaben ist, stellt sich noch eine viel grundsätzlichere Frage: Sind Schularbeiten zu Hause überhaupt sinnvoll – oder gehören sie, wie der Name schon sagt, in die Schule?

[22. April 2013]

Geistige Beschäftigung diszipliniert

Wer sich den Kopf zerbricht, widersteht abträglichen Versuchungen leichter. Doch diesen Schutz muss man rechtzeitig aufbauen, bevor leckeres Essen oder Spiele im Internet locken.

[12. April 20123]

 

Aus der Haut fahren? Lieber nicht!

Wenn wir uns furchtbar über etwas aufregen, würden wir gerne unsere äußere Hülle sprengen und uns schleunigst davonmachen. Doch wir können, froh sein, diese Erfahrung nie machen zu müssen. In archaischen Kulturen war dies nämlich ein Opferbrauch und geschah sogar bei lebendigem Leib – wohingegen echte Menschenschinder die Haut nur von bereits Toten trennten.

[10. April 2013]

Doggen sterben jung

Große Hunderassen leben kürzer als kleine, wie Göttinger Biologen herausgefunden haben. Das überrascht, da große Säugetier-Arten eher länger leben als kleinwüchsige. Doch offenbar altern große Rassen nicht nur beim Haushund rascher, weil sie schneller wachsen und sich damit allmählich mehr problematische Erbgutfehler einhandeln.

[14.März 2013]

Widewidewitt, bum bum!

Vor 350 Jahren, am 27. März 1663, wurde Johann Andreas Eisenbarth geboren, viel besser bekannt aus dem studentischen Schmählied über den zweifelhaften „Doktor Eisenbarth“. Angeblich ein Marktschreier und Quacksalber, soll der Wundarzt sein Handwerk nicht verstanden und seine Patienten arg malträtiert haben. Doch das wird dem seinerzeit sehr angesehenen Heiler nicht gerecht – Zeit für eine Ruf-Korrektur.

[20. Februar 2013]

Promi sein – das will ich auch!

Paris Hilton, Katie Price und Daniela Katzenberger: Nervige Prominente ohne sonderliche Meriten verfolgen uns heute im Fernsehen und füllen Zeitschriften wie auch das weltweite Netz. Viele wollen es ihnen gleichtun und selber bekannt werden. „Wir inszenieren uns zu Tode“, warnt hingegen der Journalist Jens Bergmann in einer Streitschrift gegen Ruhm oder Bekanntheit um fast jeden Preis. Auch mit den Medien geht der studierte Psychologe hart ins Gericht.

[15. Februar 2013]