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ZEITGESCHICHTE: Die Geistesblitze des Konrad Düsentrieb

ZEITGESCHICHTE: Der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland war nicht nur als Politiker erfinderisch, dabei aber wenigstens erfolgreich. Als Schöpfer des „Elektrischen Insektentöters“, des „Stopfeis mit Beleuchtung“ und der „Verbesserten Haushaltsbürste“ hingegen blieb Adenauers Ruhm eher begrenzt. Aber 1915, also vor hundert Jahren, erhielt er immerhin ein Patent auf ein Kriegsbrot mit hohem Maisanteil, 1918 ein weiteres für eine fleischfreie Sojawurst.  

[17. Mai 2015]

 

KULTUR/FILM: Kranke Menschen statt irrer Psychopathen

KULTUR/FILM: Kino und Fernsehen prägen unser Bild von seelisch kranken Menschen entscheidend mit. Doch trotz intensiver Aufklärung über das wahre Wesen psychischer Leiden liefern Filme und andere Medien noch immer zu häufig irre Zerrbilder und zu selten treffende Fallbeispiele – zum Leidwesen vor allem von Betroffenen und ihren Familien.

[11. Mai 2015]

 

ZOOLOGIE: Eine größere Familie macht Buntbarsche sozialer

ZOOLOGIE: Jungfische lernen, später als Erwachsene besser mit Artgenossen klarzukommen, wenn sie in einer größeren sozialen Gruppe aufwachsen.

[7. Mai 2015]

 

MEDIZIN/PSYCHOLOGIE: Wenn die schüchterne Blase versagt

MEDIZIN/PSYCHOLOGIE: Die seelisch bedingte Harnverhaltung, eine Spielart der sozialen Phobie, kann die Lebensqualität drastisch einschränken. Während die am schlimmsten Betroffenen nur noch zu Hause ihre Blase oder auch den Darm entleeren können, müssen andere Betroffene bloß darauf achten, dass sie öffentliche Toiletten stets alleine nutzen – auch das ein erheblicher und psychisch belastender Aufwand.

[6. Mai 2015]

STADTPLANUNG: Wege der Bequemlichkeit

STADTPLANUNG: Wo Stadt- oder Grünflächenplaner über menschliche Raumbedürfnisse hinweggegangen sind, legen Fußgänger Trampelpfade an – vielfüßiger Protest gegen aufgezwungene und nicht selten abwegige Umwege. Statt die Folgen dieser Abstimmung mit den Füßen zu bekämpfen, könnten Kommunen die Trittspuren als wertvolle Hinweise wertschätzen.

[13. April 2015]

 

PSYCHOLOGIE: Dankbarkeit für Erlebtes macht zufriedener und entspannt

PSYCHOLOGIE: Ins Tagebuch am Abend sollte man lieber schreiben, was der Tag an schönen Dingen gebracht hat, statt sich auf Ärgerliches zu konzentrieren, wie eine psychologische Studie nahelegt. Zumindest aber sollte man Erfreuliches beim Notieren nicht vergessen.

[10. April 2014]

 

 

PSYCHOLOGIE: Echte Unterschrift schafft Vertrauen

PSYCHOLOGIE: Von Hand geschriebene Signaturen wirken glaubwürdiger und überzeugender als elektronische Unterschriften gleich welcher Art – zumindest vorerst noch.

[26. März 2015]

MODE: Feiner Schick fürs Frauenbein

MODE: Mit der Erfindung des Nylons in den USA im Jahr 1935 sollte ein Menschheitstraum in Erfüllung gehen: unabhängig von der Natur in ausreichender und natürlich Gewinn bringender Menge Kleidung herstellen zu können. Die Damenwelt zumindest war sogleich verzückt, als das US-Unternehmen DuPont vor 75 Jahren Nylonstrümpfe auf den nordamerikanischen Markt brachte. In Westdeutschland folgte später die ähnlich begehrte Chemiefaser Perlon.

[20. März 2015]

ERZIEHUNG/SCHULE: Die Drei als „Eins des kleinen Mannes“

ERZIEHUNG/SCHULE: Mancher noch so gut gemeinte Trost kann schräg ankommen bei Kindern. Gerade wenn es um Noten gibt, die ohnehin wenig über die wahre Begabung und persönliche Leistung von Schülern aussagen. Und was ist Leistung überhaupt: Hat ein notorischer Einser-Schüler mehr geleistet als einer, der sich von einer Vier auf eine Drei verbessert hat?

[18. März 2015]

VERKEHR: Lieber Fuß-Renner auf Straßenschildern statt lahmer Fußgänger

VERKEHR: Manchmal kann es Leben retten, ein wenig zu übertreiben: Verkehrszeichen, die eine flinkere Bewegung von Fußgängern und spielenden Kindern zeigen, fallen Autofahreren eher auf als konventionelle Warnschilder und verkürzen so den Bremsweg – womöglich lebensentscheidend.

[24.Februar 2015]

 

NATUR/ÖKOLOGIE: Früh blüht, was sich beeilen muss

NATUR/ÖKOLOGIE: Buschwindröschen, Scharbockskraut und Leberblümchen zählen zu den Frühjahrsblühern im Wald. Die lichthungrigen Kräuter müssen beim Blühen und Entwickeln ihrer Samen mächtig auf die Tube drücken. Denn die Konkurrenz ums Sonnenlicht wird nicht lange auf sich warten lassen: Haben die Bäume im Frühling erst ihr Blätterdach aufgespannt, ist es für die Frühblüher schon zu spät.

[20.2.2015]

 

NATURGEFAHREN: Weißes Rauschen von den Bergen

NATURGEFAHREN: Lawinen töten jedes Jahr allein in den Alpen durchschnittlich hundert Menschen, ein Viertel davon in der Schweiz. Doch sie schlagen bisweilen auch in höheren Mittelgebirgen zu, wie kürzlich der Tod zweier Skitourengeher im Schwarzwald gezeigt hat. Mit Umsicht, aktuellen Informationen und der richtigen Notfallausrüstung sinkt das Risiko deutlich, in einer Lawine zu sterben. Auch Schäden an Bauwerken durch die machtvollen Schneemassen lassen sich wesentlich senken.

[13. Februar 2015]

 

KLIMASCHUTZ: Kluger Neustart fürs Klima

KLIMASCHUTZ: Viel ändert sich für Menschen, die in eine neue Gemeinde umziehen: neue Wege, neue Geschäfte, neue Anbieter von Strom und Gas – und eine Zeitlang auch neue Gewohnheiten. Genau hier setzt ein vom Bundesumweltministerium noch bis Juni gefördertes Projekt an, das Zuzügler gezielt für den Klimaschutz durch kleinste persönliche Beiträge gewinnen möchte. Bei einem Bilanztreffen in Bonn haben Projektteams aus sechs Modellkommunen jetzt lehrreiche Erfahrungen ausgetauscht.

[4. Februar 2015]

 

UMWELTPSYCHOLOGIE: Unheimliche Städte

UMWELTPSYCHOLOGIE: Bauwerke können uns erfreuen, aber auch bedrücken. Sogenannte Angsträume in Städten jagen unseren Puls in die Höhe und beschleunigen unseren Schritt. Vor allem Frauen kennen das. Stadtplaner und Architekten müssen dem Umstand Rechnung tragen, dass der Mensch ein Augentier ist und sich leicht bedroht fühlt, wenn seine Sicht stark eingeschränkt ist. Umweltpsychologen erklären das mit unserem biologischen Erbe.

[26. Januar 2015]

 

FREIZEIT/PSYCHOLOGIE: Der lockende Ruf der Berge

FREIZEIT/PSYCHOLOGIE: Was treibt alljährlich Hunderttausende von Menschen auf die Gipfel der Alpen und anderer Hochgebirge? Ist es der Kitzel der Höhe, der unverstellte Blick, die Nähe zu den Göttern? Oder doch die Suche nach sich selbst, fernab den Mühen der Ebene?

[20. Januar 2015]

 

ERNÄHRUNG : Ist versteckter Zucker gefährlicher als Kochsalz?

ERNÄHRUNG/GESUNDHEIT: Nicht Salz aus Fertiggerichten soll der Herz-Kreislauf-Feind Nummer1 sein, sondern zugesetzter Zucker, vor allem Fruktose, warnen jetzt zwei US-Forscher in einem kardiologischen Fachmagazin.  Doch andere Experten wollen hier keinen Hauptschurken festlegen und halten beide Stoffe im heute üblichen Übermaß für sehr bedenklich. Unser bewegungsarmer Steinzeit-Körper ist auf sie nicht eingestellt.

[10. Dezember 2014]

 

ÖKOLOGIE: Hauptsache, schön nass und nahrhaft

ÖKOLOGIE/ARTENVIELFALT: Nicht die Vielfalt von Pflanzen in einem bestimmten Lebensraum entscheidet darüber, wie viele Bodenpilz-Arten das Erdreich bevölkern. Wichtiger sind ausreichend Niederschlag und eine günstige Bodenchemie, zumindest in der Regel. Die noch weithin unbekannte Welt der Pilze näher zu erforschen, könnte Menschenleben retten.

[3. Dezember 2014[

 

BODENSCHUTZ: Endlich Boden gut machen

BODENSCHUTZ: Der Pseudogley wird „Boden des Jahres 2015“.  Nun gut. Doch warum sollte uns alle das kümmern?

[5. Dezember 2014]

RELIGIONSGESCHICHTE: Die drei Schreinheiligen

RELIGIONSGESCHICHTE: Sind sie nun Könige oder Weise, Magier oder Sterndeuter? Was hat es mit den Heiligen Drei Königen auf sich? Und was verbirgt sich im Dreikönigsschrein des Kölner Domes, den Pilger und Neugierige seit 850 Jahren in der berühmten Kathedrale bestaunen?

[27. November 2014]

KULTUR: Sprache als Waffe gegen die Angst

KULTUR: Der Mensch mag es beim Reden blumig, selbst wenn es ums Sterben geht. Unsere Umgangssprache kennt viele seltsam erscheinenden Wendungen für den simplen Umstand, dass ein Leben endet oder schon vorüber ist. Wieso eigentlich? Und was haben typische Redensarten ursprünglich bedeutet?

[14. November 2014]